Ist die .com vergeben, ist die beste Alternative die Endung, der dein Publikum vertraut. Für Kunden in Deutschland ist das .de, für die Nachbarländer .at oder .ch, für Europa .eu. Für Software funktionieren .io oder .app. Meide Endungen, die im ersten Jahr billig und danach teuer sind.
Die .com ist weg, der Inhaber will einen Preis, den du nicht zahlen willst. Für ein deutsches Projekt ist das oft weniger dramatisch, als es sich anfühlt. Die naheliegende Alternative liegt meist näher als gedacht, und sie ist nicht selten sogar die bessere Wahl. Welche es ist, hängt vor allem davon ab, wer deine Besucher sind.
.com vergeben: welche Alternative passt?
Die Endungen, die für deutsche Projekte in Frage kommen, mit ihrem aktuellen Jahrespreis bei betadomain, der zugleich der Verlängerungspreis ist:
| Endung | Preis pro Jahr | Passt für | Achtung |
|---|---|---|---|
| .de | 2,99 € | Alles mit Publikum in Deutschland | Bindet die Wahrnehmung an Deutschland |
| .eu | 10,99 € | Mehrere EU-Länder | Nur für Personen und Firmen aus EU/EWR |
| .at | 13,99 € | Österreich | Länderbezug |
| .ch | 17,99 € | Schweiz | Länderbezug |
| .net | 16,99 € | Generische Projekte | Besucher tippen .com |
| .org | 15,99 € | Vereine, Initiativen, Open Source | Wirkt für Shops seltsam |
| .io | 61,99 € | Software, Entwickler-Tools | Höherer Preis, Länderendung |
| .app | 22,99 € | Apps und Web-Apps | Nur mit HTTPS erreichbar |
| .shop | 38,99 € | Onlineshops | Verlängerung deutlich teurer als .de |
| .online | 41,99 € | Allgemein | Gemischter Ruf, hoher Preis |
Die Regel, die fast immer stimmt: Sitzen deine Kunden in einem Land, schlägt die Länderendung jede generische Alternative. In Deutschland ist .de die mit Abstand bekannteste Endung, und sie ist zugleich eine der günstigsten.
.de oder .com?
Für ein Unternehmen, das in Deutschland verkauft, ist .de die erste Wahl, nicht die zweite. Die Endung signalisiert Herkunft, Suchmaschinen werten sie als Hinweis auf das Zielland, und Kunden tippen sie aus Gewohnheit. Eine vergebene .com ist dann vor allem eine Frage des Markenschutzes, nicht der Erreichbarkeit.
Anders sieht es aus, wenn du international verkaufst oder ein Produkt baust, das von Anfang an global sein soll. Dann wird die vergebene .com zum echten Problem, und eine generische Alternative wie .io, .app oder .net ist sinnvoller als .de.
.net statt .com
.net ist der Klassiker unter den Alternativen und für Browser und Suchmaschinen gleichwertig. Die Schwäche ist das Verhalten der Leute: Wer deinen Namen gehört hat, tippt .com. Prüfe deshalb, was unter der .com läuft. Ist sie geparkt oder leer, ist .net eine solide Wahl. Gehört sie einem Unternehmen deiner Branche, verlierst du Besucher und erzeugst Verwechslungen. Wie du das herausfindest, steht unter Domain vergeben: was tun?.
.io und .app für Software
.io hat sich bei Entwickler-Tools und SaaS durchgesetzt. Technisches Publikum akzeptiert die Endung ohne Zögern. Zwei Punkte zum Abwägen: Mit 61,99 € im Jahr kostet sie ein Vielfaches einer .de. Und .io ist die Länderendung des Britischen Territoriums im Indischen Ozean. Die geplante Übergabe der Chagos-Inseln an Mauritius hat Fragen zur Zukunft der Endung aufgeworfen. Prüfe den aktuellen Stand, bevor du eine langlebige Marke darauf baust.
.app und .dev sind neuere generische Endungen der Google-Registry. Beide stehen auf der HSTS-Preload-Liste der Browser und funktionieren nur über HTTPS. Mit einem Hoster, der Zertifikate automatisch ausstellt, ist das kein Problem.
Länderendungen mit Bedingungen
Nicht jede Länderendung steht jedem offen. Für deutsche Firmen und Privatleute sind .de, .eu, .at und .ch problemlos zu haben. Bei anderen sieht es anders aus: .ca verlangt einen Bezug zu Kanada, etwa Staatsangehörigkeit, Wohnsitz oder eine kanadische Firma, und .us eine Verbindung zu den USA. Über Treuhanddienste lässt sich das manchmal umgehen, dann gehört die Domain formal aber jemand anderem. Für eine Marke ist das eine wackelige Grundlage.
Endungen wie .shop, .online oder .store lassen die Endung mitsprechen, was kurze Namen möglich macht. Zwei Vorsichtsmaßnahmen: Viele werden anderswo im ersten Jahr verramscht und kosten danach ein Vielfaches, also immer den Verlängerungspreis vergleichen. Und kurze Namen in diesen Endungen sind oft Registry-Premium, siehe Premium-Domain und Registry-Preis.
Einige der billigsten Endungen ziehen außerdem viele Spam-Registrierungen an. Spamfilter behandeln sie manchmal misstrauischer. Wenn dir die Zustellbarkeit von E-Mails wichtig ist, ist eine etablierte Endung die sicherere Wahl.
Welche Domainendung wählen? Statt Endung den Namen ändern
Die Endung zu wechseln ist eine Möglichkeit. Manchmal ist ein anderer Name besser:
- Einen Zusatz ergänzen und bei .com bleiben, etwa ein Verb oder „studio“, „werk“, „hq“. Weitere Muster stehen bei den Domain-Namen-Ideen.
- Einen Bindestrich setzen, wenn die Variante ohne nicht bei einem Wettbewerber liegt. Siehe Domain mit Bindestrich.
- Einen kürzeren Kunstnamen wählen. Was realistisch ist, steht unter kurze Domain finden.
Endung festlegen, Günstiges mitnehmen
Hast du dich entschieden, registriere die naheliegenden Varianten mit, die zum Standardpreis zu haben sind, etwa .de plus .eu oder .de plus die generische Endung, die du international nutzt. Leite sie auf die Hauptadresse um.
Deinen Namen in allen Endungen samt Preis vergleichst du am schnellsten in der Domain-Suche von betadomain. Die Übersicht aller Endungen und Jahrespreise zeigt alle 490, der Mittelwert liegt bei 39,99 € im Jahr.
Domain gefunden? Prüfen und registrieren kannst du sie direkt bei günstige Domain sichern – Jahrespreis ab 2,99 €.
Häufige Fragen
Brauche ich als deutsche Firma überhaupt eine .com?
Für den deutschen Markt nicht. Die meisten Kunden hierzulande erwarten .de. Eine .com lohnt sich, wenn du international verkaufst oder die Marke schützen willst, sie muss aber nicht die Hauptadresse sein.
Ist .net so gut wie .com?
Technisch und für Suchmaschinen ja. Der Unterschied ist Gewohnheit: Wer international unterwegs ist, tippt .com, und landet dann beim Inhaber der .com. Gehört die einem aktiven Unternehmen deiner Branche, ist das ein echter Nachteil.
Beeinflusst die Domainendung das Ranking bei Google?
Generische Endungen wie .com, .net, .io oder .shop behandelt Google gleich. Länderendungen wie .de gelten als Hinweis auf das Zielland. Das hilft in Deutschland und kann im Ausland bremsen. Inhalt und Links zählen weit mehr.
Wer darf eine .eu-Domain registrieren?
Personen mit Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit in der EU oder im EWR sowie Organisationen mit Sitz dort. Für Unternehmen und Privatleute in Deutschland ist das also kein Hindernis.